… und dann kannst du weitergehen ohne einen Stein im Schuh!

English translation below

Heute Morgen, als ich meinen Sohn zum Kindergarten brachte, hatte ich einen Stein im Schuh. Der Stein war schon vor ein paar Tagen darin gewesen und hatte mich gestört, aber bisher hatte ich es noch nicht geschafft, ihn zu entfernen. Ich fragte mich, wie lange ich es wohl noch damit aushalten würde und ob ich mich irgendwann daran gewöhnen würde.

Da kam mir das Apfellied von Margret Birkenfeld in den Sinn. Aus urheberrechtlichen Gründen darf ich es wahrscheinlich hier nicht abdrucken. Es geht darin um ein Kind, das auf dem Markt heimlich einen Apfel klaut. Dann hat es aber ein schlechtes Gewissen, geht zurück und bezahlt den Apfel. Am Schluss heißt es:

Jesus will dir gern vergeben,

doch bekennen das musst du

und dann kannst du weitergehen

ohne einen Stein im Schuh.

(von Margret Birkenfeld)

Ich dachte: „Ja, das habe ich auch schon so erlebt!“ Manchmal hört der Stein (im übertragenen Sinne) einfach nicht auf zu drücken. Gott lässt da aber nicht locker. Hier kommt ein Beispiel, wie ich das erlebt habe:

Einmal war ich einkaufen und traf dort eine Bekannte aus dem Dorf. Sie stellte mir eine Frage, auf die ich mit einer Halbwahrheit antwortete. Im gleichen Augenblick dachte ich: „Oh, was habe ich da gesagt!“ Doch es war schon zu spät. Nachdem die Frau weggegangen war, versuchte ich die ganze Zeit, mir einzureden, dass ich ja nicht richtig gelogen hätte und dass auch etwas Wahres an meiner Aussage gewesen sei.

Ich versuchte, das Ganze zu vergessen, da es auch unangenehm gewesen wäre, die Frau nochmals darauf anzusprechen. Außerdem war die Angelegenheit für die Frau nicht wichtig. Es hätte sich für sie nichts geändert. Doch es ließ mir keine Ruhe. Ich betete, dass es vielleicht eine Gelegenheit geben könnte, wo ich es bei ihr klarstellen könnte. Die Gelegenheit kam, aber wir redeten über andere Themen und ich konnte über die Halbwahrheit nichts über die Lippen bringen.

Nun vergingen einige Monate. Immer, wenn ich tiefer ins Gebet gehen wollte, stand mir die Begebenheit vor Augen. Ich konnte sie einfach nicht loswerden, so sehr ich auch versuchte, mich herauszureden.

Endlich hielt ich es nicht länger aus und beschloss, der Frau zu schreiben, auch wenn ich dabei mein Gesicht verlieren würde. Die Frau reagierte aber ganz positiv und alles war gut. Kein einziges Mal beschwerte mich die Sache nun mehr. Hätte ich das doch sofort gemacht! Dann hätte ich nicht so lange mit dem „Stein im Schuh“ herumlaufen müssen.

Den richtigen Stein habe ich heute Morgen zu Hause übrigens direkt aus meinem Schuh entfernt!

  1. Johannes 1:9 SCH2000
    Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er (Jesus) treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.

Hast du schon Ähnliches erlebt? Dann freue ich mich, darüber zu erfahren.

And then You Can Walk on without a Stone in Your Shoe!

This morning, when I took my son to kindergarten, I had a stone in my shoe. The stone had been there for a few days already and had bothered me, but until now I hadn’t managed to remove it. I wondered how long I would be able to endure it and whether I would eventually get used to it.

Then the Apple Song by Margret Birkenfeld came to mind. For copyright reasons, I probably shouldn’t print it here. It’s about a child who secretly steals an apple at the market. But then the child feels guilty, goes back, and pays for the apple. At the end it says:

Jesus is willing to forgive you,

but you must confess it,

and then you can walk on

without a stone in your shoe.

(by Margret Birkenfeld)

I thought: “Yes, I’ve experienced this, too!” Sometimes the stone (in a figurative sense) just doesn’t stop pressing. God doesn’t let go of it either. Here’s an example of how I experienced this:

Once I was shopping and met an acquaintance from the village. She asked me a question, and I answered with a half-truth. At that very moment I thought: “Oh, what did I just say!” But it was already too late. After the woman left, I kept trying to convince myself that I hadn’t really lied and that there was some truth in what I had said.

I tried to forget the whole thing, since it would have been unpleasant to bring it up with her again. Besides, the matter wasn’t important to her. Nothing would have changed for her. But I couldn’t find peace. I prayed that perhaps there would be an opportunity to clarify it with her. The opportunity came, but we talked about other topics, and I couldn’t bring myself to mention the half-truth.

Months passed. Whenever I wanted to go deeper into prayer, the incident came to mind. I simply couldn’t get rid of it, no matter how much I tried to excuse myself.

Finally, I couldn’t bear it any longer and decided to write to the woman, even if it meant losing face. But she responded very positively, and everything was fine. Not once did the matter trouble me again. If only I had done that right away! Then I wouldn’t have had to walk around with the “stone in my shoe” for so long.

By the way, this morning at home I actually removed the real stone from my shoe!

1 John 1:9

If we confess our sins, he (Jesus) is faithful and just to forgive us our sins and to cleanse us from all unrighteousness.

Have you ever experienced something similar? I’d be glad to hear about it.

Veröffentlicht von happyhenni

Ich bin Christin, verheiratet und Mutter von 3 Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter.

Ein Kommentar zu “… und dann kannst du weitergehen ohne einen Stein im Schuh!

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