Please click here to read the original blog post in English. (How to do it all)
Hast du schon Vorsätze für das neue Jahr gefasst – und weißt eigentlich, dass du scheitern wirst? Oder hast du dir morgens eine To-do-Liste erstellt, die du unbedingt abarbeiten möchtest? Doch wie jeden Abend musst du feststellen, dass du schon wieder nicht alles geschafft hast.
Mit diesem Problem bist du nicht alleine. Ich kenne es sehr gut und möchte heute eine Bloggerin zu Wort kommen lassen, deren Blog ich schon seit vielen Jahren lese, weil er für mich immer sehr gewinnbringend ist: Gina von homejoys.blogspot.com.
Gina ist eine Mennonitin aus den USA. Sie hat 6 Kinder und 2019 ihren Mann verloren, der an einem Gehirntumor erkrankt war. In ihren Blogartikeln geht es um alle Themen rund um Haushalt, Muttersein, Homeschooling und den christlichen Glauben. Seitdem sie Witwe ist, gibt sie auch in diesen Bereich immer wieder Einblicke. Ihre Leidenschaft ist das Lesen. Deshalb lässt sie ihre Leserinnen an ihrer Lektüre teilhaben und ruft zu Lesechallenges auf.
Wenn du den Artikel im Original auf Englisch lesen möchtest, dann klicke bitte hier. Ansonsten geht es jetzt mit der deutschen Übersetzung weiter:
Manche Tage fühlen sich an, als stünde ich vor etwas Neuem, etwas noch nie Dagewesenem. Aber meine Aufzeichnungen zeigen mir ein anderes Bild.
Wenn ich früheren Blogposts Glauben schenken kann, dann weiß ich, dass ich jeden September an eine Wand namens „Zu viel zu tun“ stoße. Zwischen einem vielbeschäftigten Leben, einem Garten, der nicht stillsteht, und dem Schulanfang wollen sich die Aufgaben einfach nicht in 24 Stunden pressen lassen.
Fast jeden September habe ich eine Version von „Ich bin so im Rückstand, ich werde nie aufholen“ geschrieben.
Aber ich lerne daraus – denke ich. Also habe ich einen alten Post hervorgeholt, überarbeitet und gebe ihn an dich weiter.
Falls sich dein September wie meiner anfühlt.
Wie man alles schafft
Ich kann nicht alles schaffen.
So sehr ich mich auch bemühe, ich kann nicht die perfekte Ehefrau und Mutter sein. Ich kann nicht unser ganzes Essen selbst anbauen, immer frisch kochen, mein eigenes Brot backen und alle Lebensmittel für den Winter einmachen.
Ich kann keine wunderschönen Blumenbeete und kein makelloses Zuhause mit akribisch organisierten Schränken haben, jederzeit bereit, Gäste zu empfangen.
Ich kann nicht die Erste sein, die sich für jeden Dienst in der Gemeinde meldet, schöne Kleidung für meine Familie nähen, lustige Kunstprojekte mit den Kindern machen und noch Zeit für meinen Mann haben.
Ich kann nicht scrapbooken, stricken, sticken, quilten und all die anderen Dinge tun, die ich in meinen Tag zu quetschen versuche.
Ja, ich kann einige dieser Dinge manchmal tun, aber ich kann nicht alle diese Dinge die ganze Zeit tun.
Und ich kann nie alles schaffen, was ich in der Frische des Morgens für möglich halte. Jeden Tag, wenn mein Mann nach Hause kommt, fragt er mich nach meinem Tag und ich antworte: „Ich habe nicht alles geschafft.“
Natürlich weiß ich, dass ich nicht alles schaffen kann. In meinem Kopf weiß ich das. Aber ich lebe nicht so, als würde ich es glauben. Irgendwie denke ich, dass ich alles schaffen könnte, wenn ich etwas effizienter wäre, etwas schneller arbeiten oder früher aufstehen würde.
Also lese ich noch ein Haushaltsbuch, suche nach einem neuen Tipp zur Zeiteffizienz und kaufe ein weiteres Organisations-Gadget, das angeblich mehr Zeit verschaffen soll. Ich träume davon, dass das Leben langsamer wird und ich für alles Zeit habe, sobald die Einmachsaison vorbei ist, ich mit dem Nähen fertig bin oder die Feiertage vorüber sind.
Es ist eine Lüge. Ich habe bereits viel zu viele Interessen, Projekte und einfache Arbeiten für mehrere Leben. Ich billige keine Faulheit—ich erkenne nur, dass ich der Realität ins Auge sehen muss. Und heute ist meine Realität ein Haus voller kleiner Kinder, die von mir ernährt, gekleidet, erzogen und unterrichtet werden müssen.
Warum beende ich jeden Tag frustriert darüber, wie viele Dinge noch unerledigt sind? Alles, was ich heute getan habe—kochen, Wäsche waschen, putzen—muss morgen wieder getan werden. Und es gab noch viel mehr, was ich tun wollte, das ich auslassen musste.
Also gebe ich es endlich zu: Ich kann nicht alles schaffen.
Warum hat das so lange gedauert? Nehme ich mir zu viel vor? Oder versuche ich, jemand zu sein, der ich nicht bin?
Wenn ich tiefer in mein Herz schaue, stelle ich fest, dass ich das Haushaltsmanagement auf ein Podest gestellt habe, auf das es nicht gehört. Ich möchte als perfekte Frau erscheinen. Aber statt in den Augen anderer gut zu erscheinen, sollte der Zweck von allem, was ich tue, darin bestehen, Gott zu verherrlichen.
Gott hat mir in seiner Souveränität all die Zeit, Energie und Ressourcen gegeben, die ich brauche, um seinen Willen zu tun. Seinen Willen—nicht meine Wünsche.
Keiner meiner Umstände überrascht Gott, sondern sie sind von ihm zu meinem Wohl zugelassen. Gott kümmert sich um meine Frustrationen, aber ihm liegt mehr an meinem geistlichen Wachstum inmitten dieser Prüfungen als daran, dass ich „alles erledige“.
Wenn ich mit meinen Umständen unzufrieden bin, klage ich darüber, dass derjenige, der mein Leben plant, einen Fehler gemacht hat. Wenn ich nicht alles erledigen kann, versuche ich entweder mehr zu tun, als Gott will, oder Gott hat andere Pläne für meine Zeit.
Habe ich heute Gott von ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit meinem ganzen Verstand und mit all meiner Kraft geliebt? Habe ich meinen Nächsten wie mich selbst geliebt? Wenn ich diese Fragen mit „Ja“ beantworten kann, spielt es dann wirklich eine Rolle, ob mein Küchenboden gewischt wurde?
Wie durchbreche ich die Denkweise, dass Erfolg in der Erledigung liegt und ein guter Tag daran gemessen wird, wie viele Häkchen auf der To-do-Liste stehen?
Ich glaube, Gott wartet darauf, dass ich bekenne, meine eigene Herrlichkeit über seine gestellt zu haben. Er möchte, dass ich um seine Gnade bitte, um anderen zu dienen, anstatt meinem eigenen Verlangen nach Erfolg nachzugehen. „Da seine göttliche Macht uns alles geschenkt hat, was zum Leben und zur Gottseligkeit gehört, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Tugend“ (2. Petrus 1, 3).
Vielleicht sollte ich das nächste Mal, wenn mein Mann fragt: „Wie war dein Tag?“, es nicht so interpretieren, dass er meint: „Hast du alles erledigt?“ Vielleicht sollte ich mich stattdessen fragen: „Wie haben die heutigen Herausforderungen mein Inneres reifen lassen und den Herrn verherrlicht?“ Vielleicht kann dann mein Herz mit Lob für meinen himmlischen Vater erfüllt sein, dem mein Wachstum in Heiligkeit wichtiger ist als saubere Böden.
Vielleicht kann ich dann anbeten statt mich zu stressen. Selbst an den hektischsten Tagen.
Und mit Anbetung kann mein Tag erfolgreich sein, selbst wenn ich nicht alles schaffe. Denn wenn meine Prioritäten stimmen, wenn die Anbetung an erster Stelle steht, kann ich alles tun.
Nicht alles, was ich tun will, aber alles, wozu Gott mich berufen hat.
Und darin liegt der Unterschied.
https://homejoys.blogspot.com/2013/09/how-to-do-it-all.html?m=1

This was something I have had to learn and come to terms with over and over again myself. It seems that with the growth of social media outlets we are bombarded with messages to have everything in our lives in tip top shape, all our To Do’s checked off for the day, as well as all the I’s dotted and T’s crossed. I’m thankful for what some share because it helps me in areas I need it. Sometimes we can be hard on ourselves when we compare what we do or don’t do up against others. That’s when we need to step back and re-evaluate where our priorities lie. So sister in Christ know that you are not alone. As long as you have pleased the Father with your day, you have done what was most important.
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Danke für’s Teilen! Gute Gedanken, die helfen, sich auf’s Wesentliche zu konzentrieren 🙂
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Sehr gerne! Ich ertappe mich gerade auch immer wieder im Alltag und dann erinnere ich mich an den Artikel.
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