Mein Ärger über andere Autofahrer

Oder besser gesagt: Wie ich den Ärger über andere Autofahrer losgeworden bin

Bevor ich Kinder hatte, arbeitete ich in einer Großstadt. Jeden Morgen fuhr ich mit dem Auto dorthin und – stand im Stau. Auf dem Heimweg war es auch nicht besser. Das allein wäre ja schon ein Grund gewesen, mich zu ärgern, aber ich konnte es meistens ganz gut ertragen. Was mich jedoch sehr aufregte, waren Autofahrer, die sich nicht an die Verkehrsregeln hielten und mir dadurch in die Quere kamen. Jedes Mal, wenn mir so etwas passierte, hatte ich also großen Ärger im Herzen und ich wusste, dass das eigentlich nicht richtig war. Da mein innerer Zustand mich belastete, betete ich dafür, aber es wurde zunächst nicht besser mit mir.

Eines Tages kam ich auf die Idee, zu beten, dass Gott den Autofahrer oder die Autofahrerin segnen möge, der/die sich falsch verhalten hatte. Gesagt, getan. Beim nächsten Mal probierte ich es sofort aus und sobald ich den Segen ausgesprochen hatte, verschwand der Ärger. Dadurch ermutigt, bat ich Gott von da an jedes Mal, die andere Person zu segnen und es funktionierte immer.

An einem Tag kam mir jedoch jemand so sehr in die Quere, dass ich mich übermäßig ärgerte und nicht bereit war, den anderen Autofahrer zu segnen. Mein Gewissen meldete sich sofort und so sagte ich (immer noch sehr aufgebracht): „Herr Jesus, dann segne eben auch diesen Blödmann!“ Ja, ich weiß, das sollte man über niemanden sagen und ich schäme mich auch dafür. Aber Jesus erhörte trotzdem mein Gebet und im selben Augenblick musste ich mich überhaupt nicht mehr aufregen.

Im Nachhinein habe ich mich gefragt, für wieviele Autofahrer ich wohl in der Zeit um den Segen Gottes gebeten habe und ob es eine Auswirkung für sie hatte. Ich weiß es nicht, aber vielleicht werde ich es im Himmel erfahren.

Was tust du, wenn du dich über andere Autofahrer ärgerst? Oder ärgerst du dich nie?

My frustration with other drivers

How I got rid of the frustration with other drivers

Before I had children, I worked in a big city. Every morning, I drove there by car and – got stuck in traffic. That alone would have been reason enough to annoy me, but I could usually bear it quite well. What really upset me, though, were drivers who did not follow the traffic rules and got in my way. Every time this happened, I had a lot of anger in my heart and I knew that it was not right. Since this happened very often, it eventually started to weigh on me. I prayed about it, but it did not get better.

One day, I came up with the idea to pray that God would bless the driver who had misbehaved. So I did. The next time it happened, I tried it out immediately, and as soon as I pronounced the blessing, the anger disappeared. Encouraged by this, I asked God to bless the other person every time from then on, and it always worked.

One day, someone got in my way so much that I got especially angry and was not willing to bless the other driver. But my conscience immediately spoke up, so I said (still very angry) „Lord Jesus, then bless this fool too!“ Yes, I know, you should not say that about anyone and I am sorry for it. But Jesus still answered my prayer, and in that same moment, I did not have to get upset at all.

In hindsight, I wondered how many drivers I had prayed for God’s blessing during that time and whether it had an impact on them. I do not know, but maybe I will find out in heaven.

What do you do when you get annoyed with other drivers? Or do you never get annoyed?

Veröffentlicht von happyhenni

Ich bin Christin, verheiratet und Mutter von 3 Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter.

6 Kommentare zu „Mein Ärger über andere Autofahrer

      1. Sehr gerne. Das ist eine lohnende, positive + sehr nette Webseite hier und der Artikel hat mir gut gefallen. Der Dank ist ganz auf meiner Seite. Herzlichen Gruß, viel Segen & weiter so!

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  1. Das mit dem Autofahren ist schon so eine „besondere Geschichte“… 🙂

    Wie viel man sich doch dabei ärgern kann… immer gut, eine „Alternative“ parat zu haben. Wie das Segnen. 🙂

    Was mir durch das Autofahren in den letzten Jahren bewusst geworden ist, sind zwei Sachen:
    1) Man weiß nie, was der Andere gerade durchmacht. Wie oft bin ich -vor allem in den ersten Monaten mit dem ersten Kind- selbst schon eher ungut gefahren, während ich z.B. versuchte, dass das Kind hinten ja nicht einschläft… Oder man ist -manchmal auch unverschuldet- spät dran und weiß, wie viel es dem Kind ausmacht, wenn man zu spät zum Abholen kommt. Oder man ist einfach gerade Krank, gehört eigentlich in’s Bett, muss aber die Kinder von A nach B bringen und hat viel zu viel um die Ohren. Oft steckt hinter solch einem Verhalten einfach mehr… und der Andere kann ein Gebet wirklich gut gebrauchen 🙂

    2) Und Autofahren erinnert mich manchmal auch etwas an Römer 8,2. Eigentlich sind wir alle Fußgänger – doch sind wir im Auto, gelten „andere Regeln/Gesetze“. (und man muss u.a. „mehr Rücksicht“ nehmen)

    Gefällt 1 Person

    1. Das sind gute Gedanken! Man weiß wirklich nicht, wer da gerade in dem Auto sitzt und in welchem Zustand die Person sich gerade befindet.
      Vielen Dank für deinen netten Kommentar!

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