Zauberei: Was unsere Kinder von Kompromissen mit der Welt halten

English translation below

Es war an einem warmen Sommertag. Wir besuchten als ganze Familie das Sommerfest unseres Kindergartens und die Kinder hatten eine schöne Zeit. Plötzlich sprach uns eine Erzieherin an: „Wir gehen jetzt alle in die Turnhalle. Da kommt ein Zauberkünstler!“ Ohne großes Nachdenken folgten wir ihr.

Der Zauberkünstler machte seine Sache gut. Er verhielt sich eher wie ein Clown und machte Späße. Keine dunkle oder okkulte Atmosphäre, die uns vielleicht abgeschreckt hätte. Mein Mann war trotzdem froh, mit unserem quengelnden Kleinkind rausgehen zu dürfen. Da der Zauberkünstler nicht wirklich zauberte und nur lustige Tricks zeigte, fand ich es ganz in Ordnung, bei dieser Veranstaltung dabei zu sein.

Wenige Wochen später merkte ich plötzlich, dass meine Beziehung zu Gott nicht mehr so intensiv war wie sonst. Im Gebet fragte ich Gott nach den Gründen. Schon bald wurde mir bewusst, dass es an dem Besuch bei dem Zauberkünstler lag. Folglich machte ich mir eingehendere Gedanken über die Sache und kam zu folgendem Schluss:

Das, was der Zauberkünstler hier getan hat, ist an sich noch nicht komplett verwerflich. Aber es verniedlicht eine Sache, die für Gott ein Gräuel ist. Denn der Zauberkünstler will den Kindern ja suggerieren, dass er in echt zaubert.

Was sagt die Bibel zum Thema „Zauberei“?

Es soll niemand unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt, oder Wahrsagerei treibt oder Zeichendeuterei oder ein Beschwörer oder Zauberer oder Bannsprecher oder Geisterbeschwörer oder Wahrsager oder der die Toten befragt. Denn wer das tut, ist dem HERRN ein Gräuel.

5. Mose 18, 10-12

Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: […] Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; […] und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.

Galaterbrief 5, 19-21

Echte Zauberei ist also für Gott etwas sehr Schlimmes, weil sie mit der Kraft seines Widersachers, des Teufels, geschieht. Diese dämonischen Kräfte sind real. Das bestätigen immer wieder Menschen, die sich darauf eingelassen haben (z. B. https://christlicheperlen.wordpress.com/2014/07/18/das-spiel-mit-der-zauberei/).

Ich sprach mit meinem Mann über die Sache und er stimmte mir zu, dass es nicht richtig gewesen sei, an der Veranstaltung teilzunehmen. Ihm war von vornherein nicht ganz wohl bei dem Ganzen gewesen. Also beschlossen wir, auch mit unseren Kindern darüber zu reden.

Wir erklärten ihnen, dass wir gemerkt hätten, es sei nicht in Ordnung gewesen, an dieser Zaubershow teilzunehmen und dass wir so etwas in Zukunft nicht mehr tun wollten. Die Antwort von unserer großen Tochter lautete: „Ich hatte mich auch schon gewundert, dass ihr so etwas erlaubt.“

„Interessant“, dachte ich, „unsere Tochter hat sofort den Durchblick gehabt und wir haben sie mit unserem Verhalten irritiert.“ Da war ich sehr froh über unsere Entscheidung. Noch froher war ich ein paar Wochen später, als wir wieder eine Einladung zu einer Veranstaltung mit einem Zauberkünstler bekamen und direkt absagen konnten. Das war für unsere Kinder ganz klar.

Und um das Maß voll zu machen, wurde unsere Tochter danach zu einem Kindergeburtstag mit dem Motto „Hexen und Zauberei“ eingeladen. Auch hier sagten wir ab, konnten aber mit dem Verständnis unserer Tochter rechnen.

Hätten wir am Anfang nicht reinen Tisch gemacht, dann wären wir immer mehr in etwas hineingeschlittert, was wir eigentlich nicht wollten. Es wäre immer ein kleines Stück mehr gewesen und wir hätten nicht begründen können, warum das eine nun erlaubt und das andere verboten gewesen wäre.

Sorcery: What Our Children Think About Compromising with the World

It was a warm summer day. As a family, we attended the summer festival at our children’s kindergarten, and the kids were having a wonderful time. Suddenly one of the teachers approached us and said, “We’re all going to the gym now. A magician is coming!” Without thinking much about it, we followed her.

The magician did his job well. He behaved more like a clown, making jokes and entertaining the children. There was no dark or occult atmosphere that might have frightened us. My husband was still glad that he could step outside with our fussy toddler. Since the magician wasn’t actually performing “real” magic but only showing funny tricks, I felt it was fine for us to stay and watch the show.

A few weeks later, however, I suddenly noticed that my relationship with God was not as close as it usually was. During prayer I asked God what the reason might be. Soon it became clear to me that it had something to do with our visit to the magician.

So I began to think more deeply about the issue and came to the following conclusion.

What the magician did that day was not entirely wrong in itself. However, it sugarcoats something that is an abomination to God. After all, a magician tries to suggest to children that he is actually performing real magic.

What does the Bible say about sorcery?

Let no one be found among you who sacrifices their son or daughter in the fire, who practices divination or sorcery, interprets omens, engages in witchcraft, casts spells, or who is a medium or spiritist or who consults the dead. Anyone who does these things is detestable to the LORD.

Deuteronomy 18:10–12

The acts of the flesh are obvious: … idolatry and witchcraft; hatred, discord, jealousy, fits of rage, selfish ambition, dissensions, factions … and the like. I warn you, as I did before, that those who live like this will not inherit the kingdom of God.

Galatians 5:19–21

Real sorcery is therefore something very serious in God’s eyes because it works through the power of His adversary, the devil. These demonic powers are real. This is confirmed again and again by people who have become involved in such practices (for example:https://christlicheperlen.wordpress.com/2014/07/18/das-spiel-mit-der-zauberei/).

I talked with my husband about it, and he agreed that it had not been right for us to attend the event. From the beginning he had not felt completely comfortable about it. So we decided to talk with our children as well.

We explained to them that we had realized it had not been right to attend the magic show and that we did not want to take part in such things in the future. Our older daughter replied, “I had already wondered why you allowed something like that.”

“Interesting,” I thought. “Our daughter immediately understood it, while our behavior had only confused her.”

I was very glad about our decision. I was even happier a few weeks later when we received another invitation to an event with a magician and were able to decline right away. For our children, that was completely clear.

To top it all off, our daughter was invited shortly afterward to a birthday party with the theme “Witches and Magic.” Once again we declined, but our daughter understood.

If we had not cleared things up from the beginning, we might have slowly drifted further into something we actually did not want. Each time it would have been only a small step more, and we would not have been able to explain why one thing was allowed while another was not.

Veröffentlicht von happyhenni

Ich bin Christin, verheiratet und Mutter von 3 Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter.

2 Kommentare zu „Zauberei: Was unsere Kinder von Kompromissen mit der Welt halten

  1. Wow, eine sehr ermutigende Geschichte. Schön, dass ihr gehorsam wart und hier klare Sache gemacht habt. Es ist so subtil, wie diese Dinge sich einschleichen und gesellschaftsfähig werden. Glückwunsch zu eurem Mut zu Reinheit vor Gott!! Es ermutigt mich auch, keine Kompromisse zu machen.

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