Experiment: Marmelade kochen aus den Früchten der Ölweide

English translation below

Als wir unseren Garten planten, stand die Frage im Raum, welche Sträucher sich wohl am besten für eine Hecke zu unserem Nachbargrundstück eignen würden.

Durch Zufall stieß ich in einem Zeitungsartikel auf die Ölweide und war sofort begeistert. Sie

  • ist blickdicht und wächst relativ schnell.
  • wirft ihre Blätter nur bei langanhaltendem, strengem Frost ab.
  • braucht nach dem ersten Jahr kaum Wasser oder Dünger, was sehr vorteilhaft bei den steigenden Temperaturen ist und uns Arbeit erspart.
  • ist ungiftig. Ihre Früchte sind essbar.

Letzten Herbst hat unsere Ölweidenhecke zum ersten Mal geblüht. Die Blüten sind unscheinbar und beigefarben, aber sie strömen einen betörenden Duft aus und die Bienen freuen sich besonders über eine letzte Leckerei im Herbst.

Vor ein paar Wochen rief dann eines unserer Kinder: „Mama! An der Ölweide hängen Beeren!“ Tatsächlich entdeckte ich dort grünbraune Früchte. Einige Zeit später färbten diese sich rot und wurden von uns probiert. – Ziemlich sauer und herb.

Nachdem wir mehrere Tage gewartet hatten, stellten wir fest, dass die reifsten Beeren schon etwas süßlicher schmeckten. Weil sie Langeweile hatten pflückten mir meine Kinder an einem Vormittag in den Osterferien ein Eimerchen voll. Nun blieb mir nichts anderes übrig, als die Früchte zu verarbeiten.

Zuerst wollte ich sie entsaften und Gelee daraus herstellen, aber dann war mir das zu aufwändig. Ich kochte ganz klassisch Marmelade. Was letztendlich schneller gewesen wäre, weiß ich nicht, da es eine ganze Zeit dauerte, bis ich die vielen großen Kerne entfernt hatte und die Marmelade durch ein Sieb passieren konnte.

Zwischendurch fragte ich mich aufgrund des Geruchs und der Konsistenz, ob ich nicht Salz und Zwiebeln dazugeben und eine klassische „Tomaten“soße aus dem Ganzen kochen sollte, aber dann blieb ich dabei und fügte Gelierzucker 1:1 hinzu.

Am Ende kam eine schmackhafte, süß-säuerlich und herbe Marmelade heraus. Zwei von meinen Kindern lieben sie. Mir ist sie ein bisschen zu herb.

Mal sehen, vielleicht probiere ich noch die beiden anderen Varianten als Gelee und als herzhafte Soße aus.

Update: Hier ist mein Artikel zum Gelee

Challenge: Make jam from oleaster berries

When we were planning our garden, the question arose as to which shrubs would be best suited for a hedge between our property and the neighbor’s.

By chance, I came across an article in a newspaper about oleaster and was immediately intrigued. It

  • is dense and grows relatively quickly.
  • only sheds its leaves in prolonged, severe frost.
  • requires little water or fertilizer after the first year, which is very advantageous with rising temperatures and saves us work.
  • is non-toxic, and its fruits are edible.

Last autumn, our oleaster bloomed for the first time. The flowers are inconspicuous and beige-colored, but they emit an enchanting fragrance, and the bees especially enjoy one last treat before winter.

A few weeks ago, one of our children suddenly called out, „Mom! There are berries on the oleaster!“ Sure enough, I discovered greenish-brown fruits hanging there. Some time later, they turned red, and we decided to give them a taste – quite sour and tart.

After waiting several days, we found that the ripest berries tasted a bit sweeter. Since they were bored, my children spent a morning during the Easter holidays picking a small bucket full for me. Now I had no choice but to process the fruits.

At first, I wanted to juice them and make jelly, but then I decided it was too much effort. I went for the classic approach—jam. Whether that was ultimately faster, I don’t know, as it took quite a while to remove the many large seeds and strain the jam through a sieve.

At one point, based on the smell and consistency, I wondered if I should add salt and onions and turn it into a traditional „tomato“ sauce, but I stuck to my plan and added a 1:1 ratio of gelling sugar.

The Resultat was a tasty, sweet-sour and tart jam. Two of my children love it. Personally, I find it a little too tart.

Let’s see—maybe I’ll still try the other two variations as jelly and as a savory sauce.

Veröffentlicht von happyhenni

Ich bin Christin, verheiratet und Mutter von 3 Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter.

5 Kommentare zu „Experiment: Marmelade kochen aus den Früchten der Ölweide

  1. Das klingt ja lecker! Ich bin immer wieder erstaunt, welche Früchte man essen kann – die hätte ich intuitiv als giftig eingestuft ;o) also danke für den Tipp!

    Liebe Grüße,

    Nanni

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