English translation below
Hauptthemen: „Samuel als Kind“, „Kommunikation mit Gott“
Wie kann ich eine Kinderstunde für eine altersgemischte Gruppe gestalten?

Vor einiger Zeit waren wir in einer kleinen Gemeinde zu Besuch, wo es nur wenige Kinder gibt. Obwohl die Altersspanne der Kinder sich von 0 bis 9 Jahren erstreckt, lohnt es sich nicht, die Gruppe zu teilen. Meine Herausforderung war es nun, eine Kinderstunde zu gestalten, die für alle Altersgruppen ansprechend war.
Das vorgegebene Thema war „Samuel als Kind“.
Sitzkreis zum Einstieg
Zu Beginn der Kinderstunde bildeten wir einen Kreis, bei dem die Kinder auf einem Sofa bzw. auf Kissen auf dem Boden saßen. Das älteste Kind durfte mit einem Kuscheltier herumgehen und die anderen Kinder begrüßen. Dazu sangen wir auf die Melodie von „Im Märzen der Bauer“ das folgende Lied:
Ja, grüß dich, ja, grüß dich, ja, grüß dich liebe/r (Name).
Ich freu mich, dass du da bist und ich weiß, dass Gott dich liebt.
Jedes Kind kam einmal dran, aber es wurde niemand gezwungen, denn manche Kinder möchten nicht so gerne persönlich begrüßt werden.
Anschließend machten wir ein Fingerspiel für die Kleinsten. Diesmal war es ein nicht-christliches Fingerspiel, aber je nach Thema gibt es auch passende christliche Fingerspiele.
Dann durfte sich ein Kind noch ein Lied wünschen, das wir mit Handbewegungen untermalten.
Hauptteil mit Lektion
Für den Rest der Kinderstunde setzten wir uns an einen Tisch, wo ich mit der ganzen Gruppe die eigentliche Lektion durchnahm. Zu Beginn sagte ich zu den großen Kindern, dass sie doch bitte einmal darauf achten sollten, wo und wie in der Geschichte jemand mit Gott redet oder Gott mit Menschen redet.
Anhand von Bildern (Kostenlose Bilder gibt es z. B. bei kids team) erzählte ich den Kindern nun die Geschichte in kindgerechter Weise, beginnend mit der Demütigung, die Hanna durch Pennina erfuhr, über ihr Gebet bei der Stiftshütte sowie Samuels Zeit als Diener in der Stiftshütte.
Als die Stelle kam, wo Samuel nachts von Gott gerufen wird, teilte ich Betten und Männchen von Steckbausteinen (ich möchte hier keine Schleichwerbung machen) an die Kinder aus und wir spielten damit die Begebenheit nach. So konnte ich auch die Kleinsten wieder einbeziehen, für die es anschaulicher wird, wenn sie etwas in der Hand halten können.
Mit den Großen hatte ich während des Erzählens Folgendes zum Thema Gebet und Reden Gottes herausgearbeitet (teilweise von mir nachträglich ergänzt):
- Hanna betet leise bei der Stiftshütte und weint. (1. Sam. 1, 10 + 13)
- Gott spricht zu Hanna durch den Priester Eli. (Vers 17)
- Elkana und Hanna beten Gott gemeinsam an. (Vers 28)
- Hanna spricht laut ein Dankgebet. (1. Sam. 2, 1 – 10)
- Gott spricht durch einen Propheten zu Eli. (Vers 27)
- Gott spricht direkt zu Samuel (1. Sam. 3)
- Samuel antwortet Gott direkt, während er noch im Bett liegt. (Vers 10)
Man kann also leise oder laut beten, im Haus Gottes oder zu Hause im Bett, man kann Gott weinend sein Herz ausschütten oder jubelnd danken, man kann alleine oder gemeinsam mit anderen beten.
Gott redet zu uns durch Priester (heute eher durch Prediger), durch Propheten (heute mehr in Form von der Bibel) oder auch direkt.
Bei solchen Kinderstunden darf man nicht kleinlich sein, wenn man nicht konsequent das Programm durchziehen kann. Die Alterspanne ist groß und dadurch entstehen viel mehr Bewegungen und Geräusche als in Gruppen mit nur älteren Kindern.
Bastelarbeit
Nach unserer Lektion durften die Kinder noch etwas basteln. Dazu hatte ich im Internet recherchiert und auf einer englischsprachigen Seite eine Vorlage gefunden, die eigentlich kostenlos herunterzuladen sein sollte. Leider klappte das nicht, sodass ich mir kurzerhand selber eine Vorlage malte und diese noch etwas abänderte. Folgendes ist dabei herausgekommen:


Hier hatte ich nun wieder die Schwierigkeit, dass kleinere und größere Kinder dabei waren. Die kleineren Kinder malten nur an und klebten die Stoff-Flicken auf die Decke (siehe Bild zu Beginn des Artikels). Sie mussten die filigranen Aussparungen nicht ausschneiden. Auch klebte ich für sie einfach die Augen auf das Loch.
Was ich für mich selbst aus der Lektion gelernt habe
Der Ausspruch „Rede, Herr, denn dein Knecht hört“ ging mir noch eine Weile nach und mir wurde dabei wichtig, dass es gut ist, mit dieser Haltung zu beten und die Bibel zu lesen. Wenn ich dabei immer sage: „Rede, Herr, denn deine Magd hört!“, dann wird dieses Gebet sicherlich nicht unbeantwortet bleiben und ich werde verstehen, was Gott mir sagen will.
Wichtig!
Was ich immer am wichtigsten finde, ist, dass man sich für eine Kinderstunde im Gebet vorbereitet und wenn möglich auch schon für jedes einzelne Kind betet. Für mich ist das besonders von Bedeutung gewesen, als ich einmal wusste, dass ein schwieriges Kind in die Kinderstunde kommen würde. Vor der Kinderstunde betete ich besonders für dieses Kind und am Ende musste ich sagen, dass es wirklich schön gewesen war und das Kind für seine Verhältnisse gut mitgemacht hatte.

Sunday school about Samuel
How can I lead a sunday school group with mixed ages?
Some time ago, we visited a small church where there are only a few children. Although the age range of the children extends from 0 to 9 years, it is not worth dividing the group. My challenge was to create a children’s session that would be engaging for all age groups.
The assigned subject was Samuel.
Circle time to start
At the beginning of the children’s session, we formed a circle where the children sat on a sofa or on cushions on the floor. The oldest child was allowed to walk around with a stuffed animal and greet the others. We sang the following song to the tune of ‘Im Märzen der Bauer’:
“Hello, hello, hello dear (Name). I’m glad you’re here, and I know that God loves you.”
Each child had a turn, but no one was forced. Some children don’t like to be greeted personally.
Next, we did a fingerplay for the little ones. This time it was a non-religious fingerplay, but depending on the theme, there are also suitable Christian fingerplays.
Then one child was allowed to choose a song, which we accompanied with hand movements.
Main part with the lesson
For the rest of the children’s session, we sat at a table, where I then went through the actual lesson with the children. At the beginning, I asked the older children to pay attention to where and how someone in the story talks to God or God talks to people.
Using pictures, I told the children the story starting with the humiliation Hannah experienced from Peninnah, her prayer at the tabernacle, and Samuel’s time as a servant in the tabernacle.
When the part came where Samuel is called by God at night, I distributed small beds and little figures (I don’t want to advertise any specific brand here) to the children, and we acted out the event. This way, I could also involve the youngest ones, for whom it becomes more vivid when they can hold something in their hands.
While telling the story I worked on the topic of prayer and God speaking (I added some details afterwards):
- Hannah prays quietly at the tabernacle and weeps. (1 Samuel 1:10 + 13)
- God speaks to Hannah through the priest Eli. (Verse 17)
- Elkanah and Hannah pray to God together. (Verse 28)
- Hannah loudly speaks a prayer of thanksgiving. (1 Samuel 2:1-10)
- God speaks to Eli through a prophet. (Verse 27)
- God speaks directly to Samuel (1 Samuel 3)
- Samuel responds directly to God while still lying in bed. (Verse 10)
So, one can pray quietly or loudly, in the house of God or at home in bed. You can pour out your heart to God in tears or give joyful thanks. Prayer can be done alone or together with others.
God communicates with us through priests (today, more like preachers), through prophets (nowadays, mostly through the Bible), or directly.
In such children’s sessions, one must not be too strict if the program cannot be followed consistently. The age range is wide, resulting in more movement and noise than in groups with only older children.
Craft Activity
After our lesson, the children were allowed to do some crafting. I had researched online and found a template on an English website that was supposed to be available for free download. Unfortunately, that didn’t work out, so I quickly drew my own template and made some modifications. The following is what we came up with:
(see photos in the German version)
Here I faced the challenge again that there were both younger and older children present. The younger children simply colored and glued fabric patches onto the cover (see the picture at the beginning of the article). They didn’t need to cut out the delicate cutouts. I also helped them by gluing the eyes onto the hole.
What I learned from this lesson for myself
The phrase ‘Speak, Lord, for your servant is listening’ stayed with me for a while, and it became important to me to pray with this attitude and read the Bible. If I always say, ‘Speak, Lord, for your servant is listening,’ then surely this prayer will not go unanswered, and I will understand what God intends to tell me.
Important!
The most important part is to prepare in prayer for a children’s session and, if possible, pray for each individual child. This was especially significant for me when I knew that a difficult child would be attending the children’s session. Before the session, I prayed specifically for this child, and in the end, I was amazed how smoothly everything had gone.

Sehr schön, vielen Dank!
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0-9 Jahre ist schon eine sehr große Altersspanne… Danke, dass du uns mit hineingenommen hast, wie du es gelöst hast 🙂
Zum Bateln fällt mir spontan ein, dass die Älteren ggf. auch den Jüngeren hätten helfen können? Aber davon abgesehen gut gelöst. Und als Vorbereitender nimmt man halt wirklich am Meisten selbst davon mit – einer der tollen „Nebeneffekte“, wenn man etwas aus Gottes Wort vorbereitet. 🙂
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Grundsätzlich eine gute Idee, allerdings waren die Großen so sehr mit ihrer eigenen Bastelarbeit beschäftigt, dass sie gar nicht dazu kamen. Es war aber noch eine Mama mit ihrem Baby dabei. Die hat den Kleinen geholfen.
Aber fürs nächste Mal werde ich mir das merken. Manche sind vielleicht schneller fertig. Die könnten ruhig auch bei den Kleinen schauen!
Vielen Dank für deinen Kommentar!
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