Die Lebensgeschichte hinter dem Lied „Lass du mich stille werden“

English translation below

Lass du mich stille werden, mein Herr und Gott, 
nur deine Stimme hören in Glück und Not.
Bring alles eigne Wollen in mir zur Ruh,
und meines Lebens Fragen entscheide du.
Wenn ich den Weg nicht finde in dunklem Streit,
leucht mir mit ew'gem Lichte durch diese Zeit.
Reich mir die Gnadenhände in meinem Lauf, 
zieh Blicke und Gedanken zu dir hinauf!
Bin ich in deinem Bilde dereinst erwacht,
dann rühm ich deine Gnade: du hast's vollbracht.

Dieses Lied haben wir schon oft gesungen. Über die Dichterin, Gräfin Marie Esther von Waldersee (1837 – 1914), hatte ich mir jedoch nie Gedanken gemacht. Letztes Jahr habe ich ihre Biografie gelesen und dann erst entdeckt, dass sie dieses Lied gedichtet hat. Die Biografie heißt „Von Klarheit zu Klarheit – Gräfin Waldersee – Lebensbild“ und wurde von der Nichte der Gräfin, Elisabeth Waldersee, verfasst.

Hinter jedem christlichen Lied steht ein Mensch, der Erfahrungen mit Gott gemacht hat. Auch wenn diese Erfahrungen schon lange zurückliegen, finde ich sie dennoch wertvoll, weil Gott immer noch derselbe ist. Wir können so viel von diesen Menschen lernen.

In dem Buch wechseln sich Erinnerungen aus der Perspektive der Nichte und Tagebucheinträge von Marie Esther ab. Der Mittelteil wirkt etwas langatmig, da dort in drei Kapiteln Tagebucheinträge aus der gleichen Zeit zitiert werden, aber jedes Mal mit einem anderen Fokus. Für alle, die sich nicht die Mühe machen möchten, das Buch zu lesen (man kann es in Antiquariaten bestellen und sollte der Frakturschrift mächtig sein), habe ich eine kleine Zusammenfassung geschrieben. Diese habe ich in Marie Esthers Verse von „Lass du mich stille werden“ eingebettet, denn ich finde, dass das Lied ganz gut ihren Lebensweg beschreibt.


Mary Esther Lee wurde 1837 als Tochter des reichen Kaufmanns David Lee und seiner Frau Anne (geb. Philipps) in New York geboren. Ihre Eltern gehörten der presbyterianischen Kirche an und erzogen ihre Kinder liebevoll im christlichen Glauben. Mit 10 Jahren verlor Mary ihren kleinen Bruder und mit 15 Jahren ihren Vater. Diese tragischen Ereignisse hinterließen bei ihr einen bleibenden Eindruck, sodass sie sehr empfänglich für geistliche Dinge war.

Nachdem Marys große Schwester Josephine den württembergischen Botschafter von Paris geheiratet hatte, siedelte Mary nach Europa über und verbrachte im Haus der Schwester einen Großteil ihrer Jugendzeit. Die Arbeit ihres Schwagers erforderte regelmäßige Wohnortwechsel zwischen Württemberg und Paris. In Paris wurde sie in hohe adelige Kreise eingeführt, was bei ihr zu starken inneren Kämpfen führte.

In dem Buch steht dazu: „Diese Wintermonate brachten Marie die ersten großen Triumphe in der Hofgesellschaft (Anm. Kaiser Napoleons III.). Die junge Schönheit, deren wunderbar leuchtende Augen gewiss einen unbeschreiblichen Zauber ausübten, wurde allgemein gefeiert.“ (S. 14)

Ab da führte Mary einen jahrelangen Kampf zwischen dem Drang, die Nächte durchzutanzen und ihrem schlechten Gewissen, das ihr immer wieder vorhielt, dieser Lebensstil sei vor Gott nicht recht. Es wurde die ganze Nacht gefeiert, dann bis zum Mittag ausgeschlafen und den Nachmittag verbrachte man damit, sich von der Zofe für die nächste Veranstaltung herrichten zu lassen. Unzählige Male, wenn Mary Andacht hielt, beschloss sie, nicht mehr an Bällen und Theateraufführungen teilzunehmen. Doch wenn es dann wieder so weit war, konnte sie meistens nicht widerstehen.

War für den Kirchenbesuch wieder mal keine Zeit gewesen, versuchte sie, ihr Gewissen damit zu beruhigen, dass sie zu Hause eine gedruckte Predigt las.

Als sie eines Tages doch zu Hause geblieben war, vertraute sie ihrem Tagebuch an:

„Ach, wenn Mutter doch hier wäre! – Ich hätte nie gedacht, daß ich es vorziehen könnte, zu Haus zu bleiben, statt zu einem frohen Fest zu gehen. Wie schnell ermüdet man doch und hat all die weltlichen Freuden satt! Wie viel mehr sollten wir ausblicken nach jenem Glück, das nie ermüden wird. Möchte die Zeit kommen, daß mein Herz sich fort von der Erde zum Himmel wenden möchte, von den fliehenden Freuden dieser Welt zu der nie endenden Glückseligkeit jener ewigen unsichtbaren Welt da droben!

Ach, und doch so viele Hindernisse! Ich sehne mich danach eine Christin zu sein, aber wie lange wird es dauern, bis alles überwunden ist, was mir zu diesem Ziel im Wege steht. Doch will ich nicht verzweifeln, sondern weiter hoffen!“ (S. 16)

Ich weiß nicht, wann sie ihr Lied gedichtet hat, aber an dieser Stelle passt die erste Strophe recht gut.

Lass du mich stille werden, mein Herr und Gott,

|: nur Deine Stimme hören in Glück und Not. : |

Marys Bekehrung war ein langer Prozess mit vielen inneren Kämpfen, bis sie endlich in Jesus zur Ruhe kam und seine Erlösung durch seinen Tod am Kreuz für sich persönlich annehmen konnte. Damit fand auch ihr ausschweifender Lebensstil ein Ende.

Sie gewöhnte sich an, jeden Morgen früher aufzustehen und eine ganze Stunde in der Gemeinschaft mit Gott zu verbringen. Dies blieb nicht ohne Auswirkung auf ihr Leben. Nun drehte sie sich nicht mehr nur um sie selbst, sondern sie sah es als ihre Aufgabe, bedürftigen Menschen in ihrer Umgebung zu helfen. Auch die Gottesdienste wurden gerne regelmäßig besucht.

Bring alles eigne Wollen in mir zu Ruh,

|: und meines Lebens Fragen entscheide Du. : |

Außer der Entscheidung für Jesus gab es noch eine weitere wichtige Frage in Marys Leben. Die Frage nach dem passenden Ehemann. Dieser sollte Jesus lieb haben. Lange fand sich nicht der Richtige, bis sie schließlich mit 27 Jahren den weitaus älteren Fürsten von Noër heiratete. Nun durfte sie sich Fürstin Marie Esther von Noër nennen.

Leider verstarb ihr Gatte schon nach wenigen Monaten während der Hochzeitsreise im Orient. Da brach für Marie eine Welt zusammen. Im Glauben an Jesus fand sie Halt in dieser schwierigen Zeit.

Wenn ich den Weg nicht finde in dunklem Streit,

|: leucht mir mit ew’gem Lichte durch diese Zeit. : |

Inzwischen war Maries Mutter ebenfalls ausgewandert. Nachdem Marie einige Jahre mit ihrer Mutter und teilweise mit ihrer Schwester zusammengelebt hatte, lernte sie Graf Alfred von Waldersee kennen. 1874 gingen die beiden den Bund der Ehe miteinander ein. Dadurch wurde Marie die Gräfin Marie Esther von Waldersee. Ihr Mann durchlief eine steile Militärkarriere im preußischen Kaiserreich, welche mehrere Wohnortwechsel zur Folge hatte. Das Ehepaar Waldersee mitsamt Maries Mutter hatte seinen Lebensmittelpunkt erst in Hannover, dann in Berlin und Hamburg und zuletzt wieder in Hannover.

In all den Jahren wurde die Beziehung Maries zu Jesus immer enger, was sich ganz deutlich in ihrem alltäglichen Leben zeigte. Immer wieder wird in dem Buch betont, welche Rolle dabei vor allem die Morgenstunde spielte, die sie in tiefer Gemeinschaft mit Jesus verbrachte.

Reich mir die Gnadenhände in meinem Lauf,

|: zieh Blicke und Gedanken zu Dir hinauf! : |

Marie war allgemein als Wohltäterin bekannt, obwohl sie versuchte, die meisten ihrer Wohltaten zu verheimlichen. Durch ihr Erbe und die Stellung ihres Mannes verfügte sie über ein sehr hohes Vermögen. Sie unterstützte, wo sie nur konnte, christliche Gesellschaften und Projekte. Außerdem öffnete sie ihr Haus für verschiedene christliche Kreise und kümmerte sich um arme junge Mädchen und Familien.

In einem Nachruf von Fürst Pückler heißt es:

„Eine große Wohltäterin der Armen, hat sie auch unserem Werk (Anm. Arbeit an erweckten Seelen), als es klein und arm in dem alten Vereinshaus am Wedding begann, mit äußerer Hilfe und warmem Interesse dienen dürfen, ebenso wie dem Christlichen Verein Junger Männer, und zwar so sehr, daß ihr Name mit diesen beiden Werken unauslöschlich verknüpft ist.“ (S. 181)

Auch Kaiser Wilhelm II. erwähnt Marie in seinen Lebenserinnerungen, weil sie einen guten Einfluss auf seine Frau, Kaiserin Auguste Victoria, ausübte: „General Graf Waldersee war verheiratet mit einer Amerikanerin, einer liebenswürdigen und sympathischen, von tiefer Religiosität erfüllten Frau, die mit meiner Gemahlin befreundet wurde. Ich habe in meinen freien Stunden oft und gerne bei ihr geweilt. (…) In Verfolg ihrer vielfachen charitativen Bestrebungen, nahm sie Gelegenheit, auch meine Frau zu veranlassen, sich der leiblichen und seelischen Not der Berliner Vorstadtgemeinden anzunehmen und die regsame Berliner Stadtmission zu unterstützen. “ (S. 189)

Schade eigentlich, dass Kaiser Wilhelm II. sich nicht mehr von Marie hat beeinflussen lassen. Wer weiß, ob es dann überhaupt einen 1. Weltkrieg gegeben hätte.

Leider blieb die Ehe kinderlos, doch Marie behandelte ihre Dienstboten wie Familienangehörige und auch ihre vielen Nichten und Neffen waren bei ihr immer willkommen. Niemand ging aus ihrem Hause weg, ohne etwas von Gottes Liebe und Segen gespürt zu haben.

Bin ich Deinem Bilde dereinst erwacht,

|: dann rühm ich Deine Gnade: Du hast’s vollbracht! : |

Nachdem ihr Mann ihr im Jahr 1904 vorausgegangen war, wurde Marie Esther von Waldersee am 4. Juli 1914 in die himmlische Herrlichkeit gerufen. Ihre letzten Worte waren: „Peace, perfect peace“.


Nachbemerkung: Wenn man im Internet ein wenig forscht, findet man auch negative Berichte über den Grafen und die Gräfin Waldersee. Das hat mich etwas irritiert. Daraufhin habe ich online die Tagebücher ihres Mannes gelesen. Aufgrund des Bildes, das ich durch das Lesen der Bücher bekommen habe, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass bei diesen negativen Berichten auch viel Verleumdung mit im Spiel ist. Trotzdem muss ich sagen, dass ich aus heutiger Perspektive nicht alle Gedankengänge des Grafen Waldersee nachvollziehen kann, gerade was seine militärischen Ideen betrifft. Es wird wohl der Zeit und dem Umfeld geschuldet sein, worin er lebte. In seinen Tagebüchern kommt ab und zu zum Ausdruck, dass er nicht den gleichen Glaubensstand hatte wie seine Frau, die sehr um sein Seelenheil besorgt war und versuchte, ihn gut zu beeinflussen. Immer wieder wagte er dann doch einen neuen Aufbruch im Glauben und laut dem Buch „Von Klarheit zu Klarheit“ konnte er zuletzt in Frieden heimgehen.

Unearthing Old Treasures: An American Girl Becomes Princess of God and Countess of Prussia

This is the translation of a German song which apparently does not exist in English, although the poet was American:

Let me be still, my Lord and God, 
|: so that I may hear only Your voice in joy and sorrow. : |
Calm all my own desires within me, |: and may You determine the course of my life. : |
When I cannot find the way amid dark strife, |: shine upon me with everlasting light through these times. : |
Reach out, O Lord, with Your hands of grace in my journey,  |: lift my gaze and thoughts toward You! : |
When I awaken, transformed in Your likeness, |: then I shall praise Your grace: You have completed it in full.: |

We have sung this song many times. However, I had never given any thought to the poet, Marie Esther von Waldersee (1837–1914). It was not until last year, when I read her biography, that I discovered she had written this song. The biography is titled „Von Klarheit zu Klarheit – Gräfin Waldersee – Lebensbild“: From Clarity to Clarity – Countess Waldersee – A Life Portrait and was written in German by the Countess’s niece, Elisabeth Waldersee.

Behind every Christian hymn there is person who has had experiences with God. Even though those experiences have taken place a long time ago, I still find them valuable because God is always the same. We can learn so much from these individuals.

The book alternates between memories from the niece’s perspective and diary entries by Marie Esther herself (the diary was originally written in English, but the niece translated it into German) . The middle section feels somewhat drawn-out, as it includes three chapters that quote diary entries from the same period—each with a different focus. For those who prefer not to go through the effort of reading the German book, I have written a brief summary. I have woven this summary into Marie Esther’s verses from Let Me Be Still as I believe that the hymn effectively reflects her life journey.


Mary Esther Lee was born in 1837 in New York as the daughter of the wealthy merchant David Lee and his wife Anne (née Philipps). Her parents were members of the Presbyterian Church and lovingly raised their children in the Christian faith. At the age of ten, Mary lost her little brother, and at fifteen, her father passed away. These tragic events left a lasting impression on her, making her highly receptive to spiritual matters.

Mary and her sisters

After Mary’s older sister, Josephine, had married the Wuerttemberg ambassador to Paris, Mary emigrated to Europe and spent a large part of her youth at her sister’s home (Wuerttemberg is now part of Germany). Her brother-in-law’s work necessitated regular moves between Wuerttemberg and Paris. During this period, she experienced profound inner struggles, as her biography reveals.

The book states: “These winter months brought Marie her first major triumphs in the court society (note: Emperor Napoleon III). The young beauty, whose wonderfully radiant eyes undoubtedly exuded an indescribable charm, was celebrated by all.” (p. 14)

From that point on, Mary fought a years-long battle between the urge to dance the nights away and her guilty conscience, which repeatedly reminded her that such a lifestyle was not acceptable before God. Nights were spent in celebration, followed by long sleeps until noon, and afternoons were devoted to having her maid prepare her for the next event. Countless times, when Mary engaged in devotions, she resolved never to attend balls or theater performances again. Yet, when such occasions arose once more, she was usually unable to resist.

When there simply was not time to attend church, she tried to ease her conscience by reading a printed sermon at home.

One day, when she did end up staying at home, she confided in her diary: “Ah, if only Mother were here! I never imagined that I could prefer remaining at home rather than attending a joyful celebration. How quickly one grows weary and becomes satiated with all the earthly pleasures! How much more should we long for that happiness which will never tire us. May the time come when my heart desires to turn away from the earth toward heaven, from the fleeting delights of this world to the unending bliss of that eternal, invisible realm up above!

Ah, and yet so many obstacles! I long to be a true Christian, but how long will it take until everything that stands in the way of this goal is overcome? Still, I shall not despair, but continue to hope!” (p. 16)

I do not know when she composed her song, but at this point, the first stanza fits quite well.

Let me be still, my Lord and God, |: so that I may hear only Your voice in joy and sorrow. : |

Mary’s conversion was a long process marked by many inner struggles until she finally found rest in Jesus and was able to embrace His redemptive work personally. In doing so, her self-indulgent lifestyle came to an end.

She accustomed herself to rising earlier every morning and spending a full hour in communion with God. This change had a profound impact on her life. No longer was she focused solely on herself—instead, she regarded it as her duty to help those in need in her community. She even began attending church services regularly and with genuine pleasure.

Let all my own desires find rest within me, |: and let You determine the course of my life. : |

Apart from her decision for Jesus, there was another significant question in Mary’s life—the question of finding a suitable husband. He should be a man who loved Jesus. The right one could not be found for a long time until, finally, at the age of 27, she married the considerably older Prince von Noër. From then on, she was entitled to be called Princess Marie Esther von Noër.

Unfortunately, her husband passed away just a few months into their honeymoon in the Middle East. For Marie, it felt as if her entire world had collapsed. In her faith in Jesus, she found solace during that difficult time.

When I cannot find the way amid dark strife, |: shine upon me with everlasting light through these times. : |

In the meantime Marie’s mother had also emigrated to Europe. After living with her mother and, at times, with her sister for several years, Marie met Count Alfred von Waldersee. In 1874, the two married, and Marie became Countess Marie Esther von Waldersee. Her husband pursued a meteoric military career in the Prussian Empire which led to several changes of residence. The Waldersee couple along with Marie’s mother made their home first in Hanover, then in Berlin and Hamburg, and finally returned to Hanover.

Over the years, Marie’s relationship with Jesus grew ever closer, a fact clearly reflected in her daily life. The book repeatedly emphasizes the important role of the early morning hour that she spent in deep communion with Jesus.

Reach out, O Lord, with Your hands of grace in my journey, |: lift my gaze and thoughts toward You! : |

Marie was widely known as a benefactor, even though she endeavored to conceal most of her acts of kindness. Through her inheritance and her husband’s position, she possessed a very considerable fortune. She supported Christian societies and projects wherever she could. Furthermore, she opened her home to various Christian circles and took care of poor young women and families.

In an obituary by Prince Pueckler it is stated: “—A great benefactor of the poor, she also had the privilege of serving our work (Note: work on awakened souls) when it was small and impoverished in the old clubhouse at Wedding (Part of Berlin), as well as the Christian Association of Young Men, to such an extent that her name is indelibly linked with these two endeavors.” (p. 181)

The Prussian Emperor Kaiser Wilhelm II also mentions Marie in his memoirs because she exerted a positive influence on his wife, Empress Auguste Victoria: “General Count Waldersee was married to an American—a kind, congenial woman filled with deep religiosity—who became friends with my wife. I have often and gladly spent my free hours at her home. (…) In the pursuit of her many charitable endeavors, she took the opportunity to encourage my wife to address the physical and spiritual needs of the Berlin suburban communities and to support the steadfast Berlin City Mission.” (p. 189)

It is truly a pity that Kaiser Wilhelm II did not allow himself to be more influenced by Marie. Who knows whether, as a result, there might even have been a World War I.

Unfortunately, the marriage remained childless; however, Marie treated her servants like family members, and her many nieces and nephews were always welcome in her home. No one ever left her house without having felt God’s love and blessing.

When I awaken, transformed in Your likeness, |: then I shall praise Your grace: You have completed it in full. : |

After her husband had gone before her in 1904, Marie Esther von Waldersee was called into heavenly glory on July 4, 1914. Her final words were: “Peace, perfect peace.”


Afterword: If you search the Internet a little, you will also find negative reports about Count and Countess Waldersee, which irritated me somewhat. Consequently, I read her husband’s diaries online. Based on the impression I gained from reading those books, I have come to the conclusion that these negative reports involve a great deal of slander. Nevertheless, I must say that, from today’s perspective, I cannot fully understand all of Count Waldersee’s ways of thinking—especially regarding his military ideas. It is likely due to the time and environment in which he lived. In his diaries, it occasionally becomes clear that he did not share the same spiritual fervor as his wife, who was deeply concerned for his soul and strove to positively influence him. From time to time he made a fresh start in faith and according to the book “Von Klarheit zu Klarheit,” he passed away in peace.

Veröffentlicht von happyhenni

Ich bin Christin, verheiratet und Mutter von 3 Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter.

3 Kommentare zu „Die Lebensgeschichte hinter dem Lied „Lass du mich stille werden“

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